Bis 2033 sollen unsere Bienen weitestgehend varroa-sensitiv sein. Das bekommen wir nur gemeinsam hin.
Daher habe ich mich entschieden, den Posten als Zuchtobmann meines Heimvereins ab dem 01.05.2026 zu übernehmen. Gemeinsam mit der Vereinsverwaltung stemmen wir in diesem Jahr einen Königinnenvermehrungskurs.
Es gilt die methodische Verankerung und zukünftige Aufnahme des Zuchtziels Krankheitstoleranz in einem Gesamtzuchtwert vorzubereiten. Dabei steht die Selektion leistungsfähiger und gleichzeitig krankheitstoleranter Bienen als wirtschaftliche Grundlage der Bienenhaltung im Vordergrund. Angesichts der anhaltenden Bedrohung durch die Varroamilbe ist auch züchterisch der Erhalt der Bienenvölker und damit die Sicherung ihrer Bestäubungsleistung in unseren Agrar-Ökosystemen von hoher Bedeutung.
AG Toleranzzucht in ihrer Beschreibung zum Methodenhandbuch
Die Beschreibung zeigt schon deutlich den zukünftigen Zuchtauftrag: "Dabei steht die Selektion leistungsfähiger und gleichzeitig krankheitstoleranter Bienen als wirtschaftliche Grundlage der Bienenhaltung im Vordergrund".
Vor dem eigentlichen Praxistag hatten wir einen tollen Theorieabend. Wir arbeiten mit einer lokalen Toleranzzüchterin (im AGT) zusammen, die uns von ihren gekörten Königinnen Zuchtstoff abgibt um selbst Erfahrung in der Königinnenvermehrung zu machen.
Mit 9 Mitgliedern starten wir im Juni in unseren ersten Versuch der breit aufgestellten Königinnenvermehrung.
Ich stelle euch gerne hier die Präsentation vom Theorieabend zur Vorbereitung der praktischen Königinnenvermehrung bereit (s.u.).
starke Königinnen
Wir benötigen starke Königinnen, die die Anzahl an Varroen in ihres Volkes durch Hygienemaßnahmen klein halten können.
über 600 Gene
Mittlererweile sind über 600 Gene bekannt, die für varroasensitive Bienen verantwortlich sind.
Drohnen sind der Schlüssel
Da Drohnen aus einem unbefruchteten Ei der Königin entstehen, sind sie das 1:1-Abbild der Königin selbst. Möchte man erfolgreich züchten, muss lokal der Drohnendruck erhöht werden.