Varroatoleranz bis 2033 gelingt nur, wenn alle Mitmachen, auch wir Hobbyimker
Bilder: Roland Ebner, Torsten Schiebenes
Diese Tatsache war das Triebmittel für den diesjährigen Königinnenvermehrungskurses des Bezirksbienenzüchtervereins Bad Herrenalb. Wir teilten diesen Kurs in zwei große Teile. Vor ziemlich genau einem Monat vor dem heute durchgeführten praktischen Teil führten wir eine Theorieveranstaltung durch. Die Theorie vermittelte die großen 3 Whys zur eigenen Vermehrung von Königinnen:
- Unabhängigkeit
- Anpassung und Zuchtselektion und
- Wirtschaftlichkeit.
Dabei führt in der Imkerei eins zum andern: Eigene Anpassung und Zuchtselektion am Stand führt weg von der teuren und meist mit Überraschungen einhergehenden Abhängigkeit von Königinnen anderer Züchter und letztendlich in günstigere aber vitalere Völker, die direkt an Klima und Standort des eigenen Standes angepasst sind.
Guter Zuchtstoff ist das Alpha und das Omega
Los geht`s ...
Am 13.06.2026 war es dann so weit: Ich erntete gemeinsam mit unserer Züchterin ca. 2 Stunden vor Beginn des Praxisteils unserer Bienenzuchtreihe 5 Waben Zuchtstoff aus ihren besten Völkern und überführten diese in einen Anbrüter. Dieser war schnell gebildet: Waben mit jüngsten Larven wurden gesichtet und mit den darauf ansitzenden Bienen in einen Ablegerkasten überführt. Dies war notwendig, da von Zuchtstoffabholung bis zum Beginn des praktischen Teils mehr als eine Stunde vergangen wäre. Dabei wäre die Gefahr gewesen, dass die Larven ohne weitere Versorgung durch die Ammenbienen durch zu viel Trockenheit Schaden genommen hätten und das wäre schade gewesen.
Auf ein Neues im nächsten Jahr ...
Auf jeden Fall werden wir dieses Event wiederholen. Nächstes Jahr, ggf. früher. Alle Beteiligten hatten jede Menge Spaß, viel interessanten Input und vor allem hoffentlich viele tolle legestarke und varoatollerante, gesunde Königinnen in knapp 13 Tagen.
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